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Recht haben oder glücklich sein

Marshall B. Rosenberg hat mal folgendes gesagt:

„Willst du Recht haben oder glücklich sein? Beides geht nicht.“

Manchmal halten wir an unangenehmen Gefühlen (z. B. Ärger) fest, weil wir Recht haben wollen. Ich ärgere mich jetzt, weil die Socken da wieder herumliegen (oder über irgendwas anderes) und ich will, dass der andere spürt, wie wütend ich bin. Ich bin im Recht. Jetzt kuck ich 5 Tage ganz böse aus der Wäsche und bin richtig schlecht drauf und und und. Problem dabei: Du schneidest dir ins eigene Fleisch. Du bist der, der sich schlecht fühlt, der unglücklich ist, dessen Wut sich auch noch permanent steigert, weil der andere noch nicht mal wirklich merkt, warum du so schlecht drauf bist.. Wahrscheinlich ist es einfacher, die Socken selbst geschwind in den Wäschekorb zu werfen (dauert keine Minute) und sich dafür dann wohler und glücklicher zu fühlen.

Versteh mich nicht falsch. Du sollst nicht jedes vielleicht rücksichtslose Verhalten ignorieren. Du sollst dich nur nicht dran festklammern und dich selbst dabei verletzen und unglücklich machen..

Natürlich macht es auch Sinn sein Gegenüber dann noch auf das Problem aufmerksam zu machen (und zwar ohne akuter Wut). Wunderbar funktioniert es Probleme z. B. mit der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg zu äußern: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte für die Zukunft (Für mein Sockenbeispiel z. B.: Ich habe beobachtet, dass du die letzten Tage die getragen Socken auf dem Boden hinterlassen hast. Das hat mich geärgert, denn ich lege Wert auf Ordnung, da ich mich sonst nicht wohlfühlen kann. Kannst du bitte nächstes Mal die Socken direkt in den Wäschekorb geben?)

Also, stelle dir ruhig im Alltag öfter folgende Frage:

.. und wir wollen erstaunlich oft Recht haben 😉 ..